Sophia Hoffmann

Grüne Spätzle mit Mandelrahm-Pilzsoße

60 Minuten

4 Personen

Als ich meine Reise nach Stockholm plante um mich dort für meinen YouTube Kanal auf die Suche nach veganen Hotspots zu machen, schrieb mir mein schwedischer Kochkollege Maximiliam Lundin:

“Show me how to make Spaetzle!”

Ich dachte mir so – yeah, aber wenn dann geschabt, nix Presse – und machte mich zack zack ans Spätzle produzieren…Übrigens habe ich in Stockholm Grünkohl verwendet, da wir keinen frischen Spinat bekommen haben, macht das Ganze noch fancier, schmecken tut beides!

Hier findet ihr das Beweisvideo vom deutsch-schwedischen Freundschaftsdinner und dazu möchte ich euch auch das Rezept nicht vorenthalten, als Beilage gibt es eine Pilzrahmsoße auf Mandelmilchbasis, die ich so selbst herstelle.

Für die Soße nehme ich bei der Milchherstellung ein bisschen weniger Wasser, so wird das Ergebnis cremiger.

Aus den Überbleibseln kann man super leckeren Mandelfeta herstellen – hey ho let’s go…

Zutaten

Zutaten Spätzle:

  • 2 prachtvolle Hände voll frischer Spinat oder Grünkohl
  •  300 g Weizenmehl
  • 3 EL Sojamehl
  • 6 EL Wasser
  • 1 TL Salz

Zutaten Mandelrahm-Pilzsoße:

  • 200 g geschälte Mandeln (entweder über Nacht in kalten Wasser eingeweicht oder mit heißem Wasser blanchiert, dann lassen sie sich schälen)
  • 500 ml Wasser
  • 250 g frische Pilze (Champignons, Kräutersseitlinge, Shitake,…)
  • 1 mittelgroße weiße Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Muskat
  • Salz
  • Pfeffer
  • nach Belieben ein Schuß Weißwein
  • frische Petersilie und/ oder Liebstöckel oder etwas Thymian

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Zubereitung

Die Mandelmilch nach Anleitung aus 200 g geschälten Mandeln und 500 ml Wasser herstellen.

Den Spinat respektive Grünkohl gut waschen und im Mixer mit 100 ml Wasser fein pürieren. In einer Schüssel das Mehl, die 3 EL Sojamehl mit 6 Wasser verrührt (3 quasi-Eier), das Salz und den Spinatbrei verrühren. Sollte der Teig zu feucht sein, noch etwas Mehl hinzu, ist er zu zäh, noch etwas Wasser hinein. Er muss sich nun ein bisschen ausruhen bevor wir ihn über das Brett jagen. Mindestens 20 Minuten. Danach sollte er eine zähe, verstreichbare Kosistenz haben.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und schneiden, sowie die Pilze. Alles mit etwas Öl in einer tiefen Pfanne bei mittlerer Hitze 10 Minuten anbraten. Bevor wir die Mandelmilch dazu geben, vom Herd nehmen, das Gemüse darf nicht superheiß sein, sonst gerinnt die selbstgemolkene Mandelmilch. Liebevoll über das Pilz-Zwiebelgemisch gießen und auf niedriger Flamme langsam einköcheln lassen. Gerne mit Weißwein verfeinern und dringend vor dem Servieren mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Die gehackten Kräuter auch erst ganz am Schluss dazu geben.

Aber halt, wir müssen ja noch Spätzle schaben (klar, Faulis dürfen es auch mit der Presse machen, gähn…). Hierfür erstmal in einem großen Topf schön Salzwasser zum Sieden bringen. Das Brett hinein tauchen und befeuchten, nach Möglichkeit nicht die Hände verbrennen bitte… Nun einen Klacks Teig mit dem ebenfalls befeuchteten Spatel dünn auf dem Brett ausstreichen und dann zack-zack-zack ins heiße Wasser spachteln.

Klingt wesentlich komplizierter als es ist – Mutti zeigt wie es geht (wenn man ein paar Jahrzehnte übt auch in der Geschwindigkeit…). Die Spätzle brauchen nicht lange bis sie fertig sind, wenn sie oben schwimmen, gib ihnen noch ein Minütchen, dann können sie mit einer Schaumkelle abgeschöpft werden. Am Besten in einen Nudelsieb, kurz unter kaltem Wasser erschrecken, damit sie nicht zusammen klumpen und in einem Topf mit ein wenig Öl warm halten. Nächste Runde bis der ganze Teig verschabt ist.

Mit der unglaublich leckeren Soße servieren. Mjam!

Happy Happa!

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