Sophia Hoffmann

Mashery Hummus Kitchen – Das beste Fastfood der Welt

Es ist ein offenes Geheimnis:

Ich bin Hummus-süchtig.

Das cremige, anschmiegsame Gaumenschmeichelnde Kichererbsen-Püree hat es mir angetan.

Jahrelang kannte ich nur die eingedeutschte konventionelle Version, die man hier mittlerweile in jedem Supermarkt bekommt, doch erst in meiner Neuköllner Nachbarschaft verstand ich, dass “echtes Hummus” ganz anders geht.

In meinem Berlin City Guide verrate ich meinen lokalen Favoriten!

Was viele hier nur als Brotaufstrich kennen, wird in der arabischen und israelischen Kultur, oft warm, als Hauptmahlzeit serviert: Eine ganze Schüssel voll, weg zu löffeln wie Kartoffelbrei.

Ein Grundnahrungsmittel, dank des hohen Proteingehalts eines der gesündesten Fastfood-Gerichte der Welt.

Nachdem ich in Tel Aviv und in Amsterdam auf frisches Hummus spezialisierte Lokale kennenlernen durfte, war ich umso mehr erfreut, als unter den Bewerbern für den deutschen Gastro-Gründerpreis, in dessen Jury ich seit 2015 sitzen darf, 2016 die Macher der Mashery Hummus Kitchen auftauchte.

Und noch viel mehr freute ich mich, sie unter den Gewinnern zu sehen und stattete ihnen einen Besuch in Köln ab um noch mehr über meine Leib- und Magenspeise zu lernen…

Vera, Rhaya und Julian sind nicht nur befreundet, sondern teilen auch die Leidenschaft für Hummus (wie oft kann ich Hummus in einem Blogbeitrag verwenden?).

2015 begannen sie die Köstlichkeit mit vegetarisch-veganen Toppings auf Streetfood Märkten in Köln und Umgebung zu verkaufen. 2016 gingen sie einen Schritt weiter und bekochten ihre wachsende Stammkundschaft für zwei Wochen im Laden Ein, den deutschlandweit ersten permanenten Pop-Up Restaurant. Eine tolle Institution, die ambitionierten Gastro-UnternehmerInnen helfen kann “den Ernstfall zu proben” bevor sie sich entscheiden ein eigenes Lokal zu eröffnen. Es lief so gut, dass die Entscheidung schnell feststand und im Frühjahr 2017 war es dann soweit: Im Quartier Latäng eröffneten sie die Mashery Hummus Kitchen.

Das modern und hell eingerichtete Lokal ist zum Verlieben:

Wer wie ich pink und kobaltblau mag, ist hier perfekt aufgehoben.

Die Deko ist detailverliebt und das Artwork zitiert die typischen bunt gemusterten Emailschüsseln in denen die Speisen serviert werden.

Aber noch viel wichtiger ist natürlich das Essen!

Rhaya hat israelische Wurzeln und so ist das hier servierte Hummus israelisch inspiriert.

Es wird jeden Tag frisch zubereitet und serviert solange der Vorrat reicht.

Nur so kann absolute Frische garantiert werden.

Mit penibler Sorgfalt und unzähligen Versuchsreihen haben die Betreiber die am besten geeigneten Kichererbsen ausfindig gemacht, die eingeweicht und anschliessend weich gekocht werden bevor sie in die spezielle Hummus-Maschine wandern.

Auch die des passenden Tahini ( Sesampaste) ist essentiell, weil es super wichtig ist für den finalen Geschmack des Hummus.

Rhaya verrät: “Unser Tahini kommt aus Nazareth/Israel. Schön nussig, aber dabei nicht zu herb. Von der Konsistenz eher flüssig, leicht salzig und von der Farbe hell. Man muss es pur löffeln können und lecker finden. Bei unserem Hauptprodukt sind wir sehr wählerisch.”

Neben wechselnden Wochen-Special-Toppings gibt es frisch zubereitete köstlich-knusprige Falafel (hier seht ihr ein Video von meinem ersten Versuch) , Ful ( Bohnengericht, das auch Amira Jehia liebt), Zhug ( jemenitische Sauce aus grünen Chillis) und Champignons mit Pinienkernen.

Alle Humüsse werden mit Kreuzkümmel, Paprika, Tahini, Zitronensaft, Olivenöl und köstlichem Pitabrot serviert.

In gewisser Hinsicht leisten die Betreiber Pionierarbeit, da auch in Köln viele Menschen Hummus nur als in Plastikbecher verpackten Brotaufstrich aus dem Supermarkt kennen.

Da es in der Gegend auch viele türkisch-arabische Lokale gibt, die – oft vorgefertigte – Falafel aus industrieller Herstellung preisgünstiger servieren, gilt es oft auch das – immer noch sehr günstige – Preisniveau zu erklären.

Aber das ist natürlich im Billig-Deutschland ein prinzipielles Problem, aber gute Qualität und Frische kostet nun mal und wir sollten es uns wert sein.

Hier wird jeder Falafel frisch hergestellt und schmeckt kräuterig fein, innen weich und außen knusprig. Perfekt.

Ich war zur Veganfach Messe in Köln und hatte das Vergnügen für eine Woche mein Sophia-Special-Topping präsentieren zu dürfen:

Es gab Bio-Jackfruit Schawarma, Fried Tahini Pesto und eingelegte Radieschen.

Schawarma ist ein traditionelles Fleischgericht des nahen Ostens, das ich mit der typischen Gewürzmischung aus  Zimt, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Kardamom, Kurkuma, Paprika und Pfeffer nachgebaut habe.

Die Jackfruit wurde in der Mischung mariniert und anschliessend auf dem Grill scharf angebraten. Mjam.

Natürlich habe ich auch versucht dem Dream Team das Geheimnis des perfekten Hummus-Rezepts zu entlocken und siehe da, ein paar Kniffe gibt es tatsächlich um zu Hause (auch ohne Hummus-Maschine) ein noch leckereres Ergebnis zu erzielen.

Was ihr beachten müsst verrate ich euch ganz bald hier auf meinem Blog in der Rezepte-Sektion

Abgesehen davon empfehle ich euch auf jeden Fall einen Besuch in diesem unvergleichlich leckeren Laden!

Und wer es eilig hat – das Hummus gibt es auch im Pfandglas zum Mitnehmen – hält gekühlt mindestens 4 Tage, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen – ihr werdet es auf jeden Fall davor aufessen!

 

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